Stefanie Sargnagel & Puneh Ansari

25-04-2018 20:00 Forum Bielefeld

Lesungen

Eckdaten

Datum: Mittwoch, 25.04.2018Ort: Forum, BielefeldVVK: 14 EUR zzgl. Gebühren Einlass: 19:00 UhrBeginn: 20:00 Uhr

Info

„Stefanie Sargnagel ist die wichtigste österreichische Autorin des 21. Jahrhunderts.“ – VICE
Stefanie Sargnagel schreibt radikal subjektiv und sehr weise über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, über Aussichtslosigkeit und Depression. Sie gibt sich wortkarg, gerät aber doch immer wieder ins Erzählen, zeichnet zwischendurch auch mal was, sprengt alle Genregrenzen und erreicht auf nie betretenen Pfaden etwas, das man nicht Roman nennen muss, um davon gefesselt zu sein. Das ist oft zum Brüllen komisch und manchmal tragisch.
Stefanie Sargnagel, geb. 1986, studierte in der von Daniel Richter angeleiteten Klasse der Akademie der Bildenden Künste Wien Malerei, verbrachte aber mehr Zeit bei ihrem Brotjob im Call-Center, denn: «Immer wenn mein Professor Daniel Richter auf Kunststudentenpartys auftaucht, verhalten sich plötzlich alle so, als würde Gott zu seinen Jüngern sprechen. Ich weiß nie, wie ich damit umgehen soll, weil ich ja Gott bin.»
2016 erhielt sie den BKS-Bank-Publikumspreis beim Wettbewerb zum Ingeborg-Bachmann-Preis.

Puneh Ansari ist die Texterin der Zivilisationsmüdigkeit.
Sie dreht in ihren poeti schen Kurzessays, die zuerst als Posts auf Facebook erschienen sind,apokalyptische Pirouetten. Alltägliche Beobachtungen kippen ins Existenzielle, Melancholie trifft auf komische Sprachspiele. Da ist die Wut über den Konsumkapitalismus, da ist die Depression über das not so very enhanced, unfertige Ich, die Enttäuschung über den leergefegten Jobmarkt mit „Berufen“, der Computer ist heiß gelaufen … Ansari
schreibt mit einer jugendlichen Anti -Haltung und einem Rest an Sehnsucht nach einer reparierten, heilen Welt. Ist die Natur nur noch ein absurdes Gegenüber?